Ausblick · in Konzeption – Dieser Beitrag beschreibt, woran wir gerade arbeiten. Das Bild zeigt einen Entwurf.
Unser Vertragsmanagement liest Verträge mit einer KI und macht daraus Pflichten, Rechte und Fristen. Für die meisten Verträge funktioniert das gut. Doch jede Branche hat ihre eigene Sprache. Im Bau gibt es die Behinderungsanzeige und den Sicherheitseinbehalt, in der IT die Mitwirkungspflicht und das Service-Level, im Facility-Management das Leistungsverzeichnis mit Intervallen. Solche Formulierungen kennt eine allgemeine KI oft nur ungefähr – und genau dort steckt meist eine Frist, die niemand verpassen sollte.
Wer das am besten beurteilen kann, sind nicht wir, sondern die Menschen, die täglich mit diesen Verträgen arbeiten: Beraterinnen und Berater mit Branchenwissen. Für sie bauen wir die Werkstatt.
Ausprobieren, korrigieren, fertig
Die Werkstatt ist ein eigener Bereich im Vertragsmanagement, direkt im Browser. Programmierkenntnisse braucht man nicht.
- Ausprobieren: Einen ganzen Vertrag verarbeiten lassen – oder nur eine kopierte Textstelle. Das Ergebnis ist in Sekunden da und sieht aus wie in der gewohnten Prüfung.
- Korrigieren: Stimmt etwas nicht, wird es so richtiggestellt, wie man es aus der Prüfung kennt: „Das ist eine Pflicht des Auftragnehmers, Frist unverzüglich, schriftlich.“
- Hinweis erzeugen: Aus den Korrekturen formuliert die Werkstatt selbst einen Hinweis für die KI – für genau diese Vertragsart, in verständlichem Deutsch. Man kann ihn lesen und anpassen, muss es aber nicht.
- Vorher und nachher: Dieselbe Stelle läuft noch einmal durch, beide Ergebnisse stehen nebeneinander. So sieht man sofort, ob die KI die Branche jetzt besser versteht – und dass anderswo nichts schlechter geworden ist.
Sicher auch im laufenden Betrieb
Die Werkstatt soll nicht nur in der Testumgebung eines Beraters laufen, sondern auch beim Kunden selbst, wenn dieser selbst feinjustieren möchte. Deshalb gelten klare Regeln:
- Nichts wirkt ohne Freigabe. Ein neuer Hinweis bleibt ein Entwurf, bis eine zweite Person ihn freigibt – sofort oder zu einem festen Termin, etwa Montag früh. Ein früherer Stand lässt sich jederzeit wiederherstellen.
- Ausprobieren ändert keine echten Verträge. Es entstehen keine Pflichten, keine Erinnerungen, keine Einträge im Vertrag.
- Vertrauliches bleibt im Blick. Ob ein Hinweis Beispielsätze aus echten Verträgen enthält, entscheidet die Beraterin oder der Berater – standardmäßig werden sie durch erfundene ersetzt. Wird doch ein echter Satz übernommen, ist das sichtbar vermerkt.
- Die Daten bleiben, wo sie sind. In der EU oder auf Ihren eigenen Servern. Es gilt, was für das ganze Produkt gilt: Die KI schlägt vor, der Mensch entscheidet.
Messbar besser
Ob ein Hinweis hilft, zeigt die Werkstatt an einer einfachen Zahl: Wie oft müssen Menschen die Vorschläge der KI in der Prüfung korrigieren – vor und nach der Freigabe, je Vertragsart. Bewährte Hinweise lassen sich als Paket weitergeben, zum Beispiel an weitere Kunden derselben Branche.
Partner gesucht. Sie beraten Unternehmen einer Branche, deren Verträge ihre eigene Sprache sprechen – Bau, IT, Facility-Management, Logistik oder etwas ganz anderes? Dann gestalten Sie die Werkstatt mit uns und bringen Ihr Wissen direkt in die KI. Wir freuen uns auf das Gespräch.
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